Dienstag, 3. März 2009

Gerade wohnen wir in einem erst vor kurzem eroeffneten Hostel, dass von einem Franzosen und einem Argentinier betrieben wird. Man hat hier nicht das Gefuehl in einem Hostel zu wohnen, sondern eher bei den Beiden zu Hause... "Im Wohnzimmer" der 24-jaehrigen Dauerchiller wird Playstation gespielt und in der Kueche glotzt man beim Essen auf einen ueberdimensional groossen Arsch eines Surfergirls.
Die Tage verbringen wir momentan am Strand oder auf dem Wasser. Aufgrund der Hochsaison kaempft man mit den argentinischen Familien um ein klitzekleines Quadrat, auf das man sein Handtuch legen kann. Nach dem morgendlichen Wasserfruehsport ist an eine Siesta nur schwer zu denken, weil Marktschreier die Churros verkaufen sich ihren Weg durch die Massen bahnen. Oder einem der Schatten eines Strandschirms einer fremden argentinischen Familie auf das Gesicht faellt, die die deutsche Individualdistanz unterschreitet. In solchen Momenten waere ein Strandkorb mit einem selbstgemauerten Sandwall eine "Erloesung". Bis gestern waren wir nur in einer ohrenbetaeubend lauten 5er Maedels-Kombo unterwegs, die aus uns, 2 Daeninnen und einer Islaenderin bestand. Eines Morgens riss einem italienischen Mitbewohner der Geduldsfaden und er wagte es unsere allmorgendliche -klangvolle- Fruehstueckszeremonie zu stoeren. O-Ton: "It´s always the same when there are more than two girls. Your voices are all over the place. ¡Porca Miséria!" Inzwischen ist er heilfroh, dass seine Gebete zur heiligen Mutter Maria erhoert wurden und sich unser Weiberhaufen voruebergehend aufgeloest hat.
Muchos Saludos M&J!

...eine Zusatzinfo fuer die sicherheitsfanatischen Vaeter: Die einzige reale Bedrohung ist das Verkehrsverhalten der Argentinier. Ein freundlicher Landsmann hat uns die 2 folgenden Regeln offenbart. 1.) Das Auto rollt immer! 2.) Die Autofahrer haben keine Skrupel Passanten ernsthaft zu verletzen. Selbst die Suedamerikaner ziehen es vor, sich vor dem Ueberqueren der riesigen Strassen zu bekreuzigen, dann heisst es ¡Good Luck! Durch unsere Adaption an den Linksverkehr sind wir doppelt gefaehrdet... Aber wir passen aufeinander auf!!!

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